Erfahren Sie, was Energie-Benchmarking in Gebäuden ist, wie es funktioniert und warum es entscheidend ist, um Ineffizienzen zu erkennen und Treibhausgasemissionen zu senken.
Von Renato Gualco
Okt 06, 2016
Benchmarking
Konzeptionell ist Benchmarking der kontinuierliche Prozess der Bewertung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen im Vergleich zu ihren stärksten Wettbewerbern oder den üblichen Marktpraktiken. Es handelt sich um einen Vergleich zwischen Elementen derselben Kategorie. Dies ermöglicht die Analyse von Leistungsindikatoren und die Überprüfung, ob diese über oder unter dem Marktdurchschnitt liegen.
Bei Gebäuden besteht Energie-Benchmarkingaus dem Vergleich des Energieverbrauchs verschiedener Gebäude desselben Typs. Mit anderen Worten: von Gebäuden, die demselben Zweck dienen und ähnliche Eigenschaften aufweisen. Der Benchmarking-Prozess generiert dann Referenzwerte für eine gegebene Realität, sogenannte Benchmarks.
Es gibt verschiedene Methoden, die bei der Entwicklung von Benchmarking-Verfahren für die Energieeffizienz von Gebäuden zum Einsatz kommen können, darunter computergestützte Energiesimulationen, Hüllkurvenbewertungen oder einfach eine Normalisierung der Verbrauchsdaten.
In Brasilien zielt die vom Brasilianischen Rat für Nachhaltiges Bauen (CBCS) übernommene Methodik darauf ab, robuste, relevante, evolutionäre und flexible Benchmarks für zukünftige Anpassungen zu schaffen. Zu diesem Zweck werden statistische und technische Methoden angewendet, um Leistungsprofile für verschiedene Gebäudetypologien zu erstellen. Sehen Sie sich die von CBCS bereits entwickelte Designplattform an.
Derzeit gibt es nicht viele Vergleichsgrundlagen, die eine Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden ermöglichen. Mit anderen Worten: Die tatsächliche Energieeffizienz ist unbekannt.
Die Erstellung von Benchmarks ermöglicht die Identifizierung von Gebäuden mit effizientem Betrieb und Gebäuden mit großem Verbesserungspotenzial. Internationale Erfahrungen zeigen, dass Benchmarking im Energiemanagement zu einer Reduzierung des Verbrauchs und der Treibhausgasemissionen führt und ein wichtiges Instrument zur Umsetzung von Effizienzprogrammen darstellt.
